Meine Top`s für den Neapel-Städtetrip
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Bei einem Trip durch Italien steht Neapel nicht auf deiner Liste? Das solltest du unbedingt ändern und Neapel einen mehrtägigen Besuch abstatten. Ich war 3 Tage dort und habe längst nicht alles sehen können. Trotzdem konnte ich mir ein Bild von Neapel machen und einiges erkunden. Meine Highlights an Aktivitäten und Ausflügen beim Neapel-Städtetrip :

1. Besuch der Festungen

Neapel hat einige prachtvolle Bauten zu bieten. Die 3 berühmtesten Festungen sind wohl das Castel Nuovo, das Castel Sant` Elmo und das Castel dell` Ovo. In deinem Hostel oder Hotel bekommst du Stadtpläne, diese 3 sind auf jeden Fall dick markiert. U-Bahnstationen gibt`s an jeder Ecke, welche dich in jeden Teil der 30 Stadtteile bringen.
Ich habe mir diese 3 Festungen zumindest von außen angesehen, im Sant` Elmo war ich drin oder besser gesagt drauf. Es liegt auf dem Hügel Vomero, die am nächsten gelegene U-Bahnstation hierfür ist meines Wissens "Vanvitelli". Aber auf den Stadtplänen sind alle Stationen gut aufgeführt, sodass es mir nicht sehr schwer viel das Ziel zu finden.
Von hier aus könnte man noch den Bus nehmen, aber ich bin die ca. 30 Minuten nach Stadtplan gelaufen. Auf dieser Strecke kommt man auch an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei, z.B. der Spaccanapoli, einer historischen Kirche.

Sowieso kann ich mir schlimmeres vorstellen, als einen Spaziergang durch diese Region. Am Castel angekommen war ein kleines Eintrittsgeld fällig. Auf jeden Fall war die Besichtigung top und einprägsam. Und man genießt einen Rundgang obenauf, der einen staunen lässt. Man hat eine Aussicht über ganz Neapel, den Golf von Neapel und den Vulkan Vesuv.

Das Castel Nuovo liegt bei der Piazza Municipio ganz nah am Hafen, man erreicht es über die gleichnamige U-Bahn-Station. .Diese Burg diente wohl als Anwesen und Festung zugleich. Sie steht zur Besichtigung offen, für mich war zu wenig Zeit, aber ich ließ mir sagen das eine Besichtigung auf jeden Fall lohnenswert ist.

Das Castel dell` Ovo kann man gleich im Anschluss besuchen, es liegt nur einen Spaziergang von 20 Minuten entfernt vom Castel Nuovo. Einfach südlich weiter am Hafen entlang, steht es schon direkt am Meer.
Wenn auch schön, fand ich von den Dreien dieses am wenigsten imposant und interessant. Mein Platz Eins geht ans Castel Sant` Elmo!
 

2. Neapels Altstadt erkunden

Für die Altstadt Neapels, dem cetro storico, sollte man sich auf seinem Neapel-Trip schon ein paar Stunden Zeit nehmen, um sich zu Fuß durch die engen, bepflasterten Gassen an dem bunten Treiben, den Künstlern, den Sehenswürdigkeiten und dem Essen zu erfreuen. Nicht umsonst ist sie zum Weltkulturerbe ernannt worden. Die bestgelegene U-Bahnstation für die Erkundung ist Dante. An der Piazza Dante gelangt man durch die Stadtbögen, z.B. das Port` Alba direkt in die Altstadt und zur 1. Verkaufsstraße, die hauptsächlich aus kleinen Buchläden und Straßenverkäufern besteht. Die Gasse führt zur Piazza Bellini, an der ich mich locker 2 Stunden aufgehalten habe. Hier scheint ein Hotspot für Studenten und junge Künstler zu sein, man muss sich einfach wohl fühlen. An der selben Piazza befindet sich auch sehenswerte Ausgrabungen der antiken Stadtmauer von Neapel.

Danach kann man weiter schlendern zur Piazza del Gesu, ebenso ein riesiger Platz mit historischem Charme, Denkmälern, Kirchen und zwischendrin zahlreiche Cafes, die wieder einmal zum verweilen einladen.

Mein Weg führte mich weiter in ein nahe gelegtes Kloster, welches die Gärten zur Besichtigung frei gegeben hat und wunderschön ist : Santa Chiara. Für ein geringes Eintrittsgeld bekommt man Zugang zum Innenhof des Klosters. Hier erwarten einen wunderschön in Feinarbeit bemalte Säulen, Wände und anderes, fantastisch verziertes aus der Antike.
Zudem erhält man Zutritt zu deren Museum mit antiken Ausgrabungen und Ähnlichem. Auch hier verweilte ich wieder fast 2 Stunden.

Und so geht`s weiter. Man findet noch Paläste, Villen und wie schon gesagt Kirchen in der Altstadt, es gibt einfach zu viel um alles aufzuzählen.

Achso, falls Ihr noch Zeit habt : Unter Neapel gibt es ein großes Tunnelsystem, die ehemaligen Katakomben, die besichtigt werden können! Hab ich leider nicht mehr geschafft, ich trödele entweder zu viel, oder aber plane zu wenig Zeit ein.
Ja, Ich glaube ich verbessere mich : plant mindestens 6-7 Stunden für das centro storico ein! :-D
Und lasst euch von den schwer bewaffneten Soldaten nicht abschrecken, die stehen da an jeder Ecke, sie beißen nicht.
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Port` Alba - Eines der Stadttore

3. Vulkan Vesuv

Beim Blick an Neapels Horizont prägt er die Szenerie, überall ist er präsent : der aktive, aber seit 1944 ruhende Vulkan Vesuv (=Vesuvio). Verantwortlich für weitere Sehenswürdigkeiten wie Pompeij und Hereculanum, welche beinahe komplett durch seine Auswirkungen vernichtet wurden, wirkt er anziehend und gleichzeitig etwas bedrohlich.
9km ist er nur von der Stadt entfernt und deshalb bietet er sich geradezu aufdringlich für einen Ausflug an. Denn ja, den Vulkan kann man bis rauf zum Krater besichtigen, seine Aktivitäten werden streng von Experten überwacht.

Ich wollte auf jeden Fall da rauf. Mit ein paar anderen Hostelgästen machte ich mich auf den Weg. Zunächst wieder U-Bahn fahren zur Station Garibaldi. Dort ist der Hauptbahnhof, in welchem man in einen Zug Richtung Sorrent steigt. Die richtige Haltestelle ist Ercolani Scavi. Dort angekommen, findet man direkt Taxis, Busse und Kleinbusse die hoch zum Vesuv fahren, zumindest bis an den letzten befahrbaren Teil.
Aber Vorsicht, die einstündige Fahrt hoch auf ca. 1000m ist kein Zuckerschlecken. Es war ein Hin und Her zwischen :"Wow, die Aussicht, die Natur..." und "wir werden alle sterben." :-D . Die Serpentinen sind so dermaßen eng und nicht wirklich gesichert. Bei Gegenverkehr, also so alle 100m, heißt es anhalten und so dicht an den Abgrund stellen, das der "gegnerische" Bus da irgendwie lang kommt. An einem Punkt stellte sich sogar unser vollbesetzte Bus auf die linke Seite um zu verhindern rechts den Abhang runter zu rutschen. Vielleicht hat der gesamte Bus aber auch zu viele Actionfilme gesehen. ;-)

Endlich angekommen muss man sich auch etwas sputen. Unser Busfahrer gab uns ca. 90 Minuten. Im Marschritt also die letzten 280m zum Krater hoch!

Die Aussicht, die Landschaft und vor allem die Höhenmeter würden eher zum Trödeln einladen. Somit war es ne Sportstunde mit extra cooler Szenerie.

Auch wenn es mir unterm Strich echt zu kurz war, war es absolut lohnenswert und ich empfehle es jedem weiter! Zumindest jedem, der keine Herzprobleme hat ;-)
Noch ein Tipp : Schaut VOR der Busfahrt, dass eure Bedürfnisse nach Toiletten vollends befriedigt sind. Da oben ist zum einen keine Zeit zu verschwenden und zum anderen sind die 2,3 Hütten am letzten Parkplatz sehr urig (in einer waren die WCs völlig übergelaufen und nicht zu gebrauchen) und die Betreiber sind echt sehr ablehnend, was die Notdurft betrifft. Wer nun denkt, er könne einfach Freipinkeln, dem sei gesagt, dass die Abhänge steil, und die Bäume, die die Auswirkungen des Vesuvs überlebt haben, weit weit weg sind. ;-)
 

4. Herculaneum und Pompeji

Herculaneum und Pompeji sind beides Städte im Golf von Neapel, die beim Ausbruch des Vesuvs um 79n.Chr. von den 400°C heißen Lavaströmen zerstört wurden. Aber nein, durch verschiedene Gegebenheiten kam es dazu, dass eben auch viel der Gebäude erhalten blieb. Konservierung durch Asche und Lava vielleicht? Die Ruinen waren Jahrhunderte lang verschüttet und vergessen, bis sie ausgegraben wurden. Archäologische Highlights. Pompeji ist die größte zusammenhängende Stadtruine der Welt, beide untergegangenen Städte gehören zum Weltkulturerbe.

Und beide kann man natürlich besichtigen, durchlaufen und über Ruinen und sämtliche Ausgrabungen staunen. Ich war nur im Herculaneum, nicht in Pompeji. Nach der Besichtigung des Vesuvs hat sich das Herculaneum mir eher angeboten, da es von der Haltestelle, an dem uns der Bus wieder ausgeworfen hat (Ercolani Scavi) in 10 Minuten zu Fuß zu erreichen war und es deutlich überschaubarer als Pompeji ist.
Durch Erzählungen anderer Hostelgäste brauchte es für die Besichtigung von Pompeji einfach viel mehr Zeit, wer sich mit der kleineren Version zufrieden geben kann, besucht das Herculaneum.

Ich war vollends zufrieden damit und gewann einen kleinen Eindruck über die Zerstörungswut des Vesuvs und der damaligen Zeit. :-)

Ich freue mich über deine Erfahrung zum Thema!