13 Tipps für Prag!
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Nach einem wirklich wunderbaren Städtetrip nach Prag ging es aus sehr praktischen Gründen für ein paar Stopps in Polens Süden, nämlich in die Städte Breslau,Krakau und Zakopane. Falls du eine ähnliche Route planst, kannst du dir durch meinen Beitrag erste Eindrücke abholen. Zwei mal Stadt, einmal Land
Sei aber gewarnt: eine der Ziele mochte ich nicht besonders.


Hier mein Beitrag zur letzten Stadt meines Europa-Trips :Meine 13 Tipps für Prag!

Trip durch Polens Süden



Erster Stopp :

Breslau.

Polens Süden

Transfer nach Breslau.

Breslau, oder auch Wroclaw war von Prag aus mit dem grasgrünen Unternehmen FlixBus in fünf Stunden zu erreichen. Das ganze kostet, wenn du so spät an bist wie ich, um die 15 Euro. Aber wie gesagt, die Preise variieren stark. 15 Euro ist der Preis auf "den letzten Drücker".

Unterkunft in Breslau.

Tja, nachdem ich hier das allererste Mal aus einem Hostel geflüchtet bin, kann ich euch diesbezüglich nicht weiterhelfen in Breslau. Habe nach meiner sofortigen Stornierung kein gutes Hostel mehr gefunden.

Dafür gibt`s dann ausnahmsweise tatsächlich eine Hotelempfehlung : das Kamienica pod Aniolami.
Ein wunderbar sauberes Zimmer in einer gepflegten Anlage ganz zentral brachte mir den "Killer" an Komfort.
zur Unterkunft

Sehen und erleben in Breslau.

Und da liegt der Hase im Pfeffer. Es ist schön anzusehen, Breslau hat eine wunderschöne Altstadt. Kirchen und andere Gotteshäuser laden auch insbesondere ältere Reisegruppen zum fotografieren ein. Zisch Restaurants und Cafès in der historischen Altstadt wollen besucht werden. Eine "Kaffeefahrt" nach der anderen.

Direkt an dem Fluss Oder gelegen gibt es auch viele Parks, in denen du entspannen kannst. Ein paar Museen sind auch vorhanden, insbesondere über die jüdische Vergangenheit der Stadt.

Ich weiß nicht ob mein Eindruck mich getäuscht hat, aber aus diesem etwas "lahmen" Gesamtergebnis kann ich dir leider außer der Altstadt überhaupt nichts empfehlen.
Polens Süden.

Die Breslauer Altstadt

Mein Fazit zu Breslau.

Mit Breslau war ich leider schnell fertig. Irgendwie tut`s mit immer leid wenn ich etwas nicht weiterempfehlen kann, aber so ist es eben.
Die Gebäude sind wunderhübsch aber ich bin noch nicht bereit dazu tagelang auf hübsche Häuserfassaden an einem Marktplatz zu starren.
Mein Tipp falls du doch durchkommst: Eine Nacht höchstens.
Für gut zu essen und ein bisschen zu relaxen ist`s aber ein schönes Plätzchen.
Ich will mal nicht so kleinlich sein!

Zweiter Stopp :


Krakau.

Polens Süden

Transfer nach Krakau.

Folgst Du meiner Route, geht es nun in etwas mehr als drei Stunden für 5 Euro nach Krakau. Vorausgesetzt, du nimmst den grünen Riesen namens FlixBus.
Vom Busbahnhof MDA kommst du dann dank Tram überall flott hin.

Unterkunft in Krakau.

Leider keine Empfehlung von mir an dieser Stelle. Ich war für 3 Nächte in einem Hostel in Krakau.
Wenn ich zu lange drüber nachdenken muss, wo ich eingecheckt bin heißt das : keine Empfehlung wert. Weil ich hier wirklich nur wunderbare Plätze erwähnen mag. :-)

Sehen und erleben in Krakau.


Jüdisches Viertel.

"The jewisch Quarter" in Krakau ist ein absolutes Szeneviertel und ein Muss bei deinem Besuch. Hippe Läden und moderne Shops gemischt mit dem "altbackenen" Flair einer Altstadt. Kunst, Bars und allerlei Naschwerk soweit das Viertel reicht. Synagogen und Kirchen vervollständigen das Gesamtbild.
Hier trifft man sich am Abend!

Die Altstadt und das Schloss.

Die Altstadt Krakaus ist facettenreich mit eben alten und imposanten Bauten, hohen Kirchtürmen und, wie auch sonst, Restaurants und Bars so weit das Auge reicht. Der gesamte Bereich ist eingerahmt von einem kreisrunden Park, was ich sehr ansprechend fand.
Das große Schlossgelände "Wawel" darf (ohne Museumsbesuch oder geführten Touren) kostenfrei betreten werden. Von dort hast du natürlich auch wieder einen schönen Blick über die Stadt. Ich liebe Burgen und Schlösser und diese machen eine Stadt für mich gleich 5 mal interessanter und schöner.
Polens Süden, Wawel Castle

Wawel Castle, Kuppel

Museum Auschwitz 1 + 2

Nein, hierbei handelt es sich nicht um einen spaßigen Ausflug, aber Gäste die sich nach Krakau verirren und nicht das einstündig entfernte Auschwitz "besuchen" sind mir tatsächlich etwas suspekt.
Also für mich war es Pflichtprogramm und eines der ganz wenigen Dingen die ich im Vorhinein schon als Ausflugsziel geplant hatte.

Ein paar Tipps von mir :
- geführte Touren kosten ab 150,- Zloty (35,- Eu)
- auf eigene Faust : 28,- Zloty (6,50 Eu)
Also :
- gehe zum Busbahnhof Krakau und kaufe dir für 12 Zloty ein Busticket nach Oswiecim. Die Busse fahren andauernd nonstop in einer Stunde nach Auschwitz 1.
- dort angekommen wirst du kein Eintritt bezahlen müssen, aber brauchst unbedingt eine ID-Karte oder Reisepass, da du als Besucher eingetragen wirst. Anstellen musst du dich also trotzdem.
- nimm auch auf jeden Fall einen sehr kleinen Rucksack mit, größere müssen an den Sicherheitskontrollen draußen bleiben. (Spinde vorhanden)

- beginne deinen Tag früh! Auschwitz 1 ist ein einziges riesengroßes Museum. Die Baracken sind (fast) alle von innen zu besichtigen und du brauchst deine Zeit!

- wenn du dort fertig bist, kannst du mit einem kostenlosen Shuttlebus vor dem Lager nach Birkenau (Auschwitz 2) fahren. Dieser fährt ebenso sehr regelmäßig. Nach 5 min Fahrt erreichst du Birkenau.

- in Birkenau angekommen brauchst du wieder kein Eintritt zu bezahlen. Du darfst dich völlig frei auf dem erschreckend riesigen Gelände bewegen. Dort sind die Gefangenen angekommen und dies war das Hauptlager, in dem der Großteil sein Leben ließ.

- danach fährst du mit dem Shuttlebus zurück in Lager 1 und dann nimmst du einen der Busse nach Krakau zurück. Aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund hat die Rückfahrt 16 Zloty gekostet.
Birkenau, Auschwitz 2

Birkenau, Auschwitz 2, RIP

Zusammenfassung:
Unterschätze nicht die gewaltige Größe beider Lager, du benötigst einen ganzen Tag, schau unbedingt das du um Neun Uhr da bist. Spare dir Geld und ewiges herumstehen. Zisch Hinweistafeln und Schilder zeigen dir den Weg und erklären die schlimme Vergangenheit.
Nimm dir zwar nur einen kleinen Rucksack mit, aber Verpflegung für den Tag mit. Spende lieber ein bisschen was, und verzichte auf die Getränke und Speisen zu unsäglichen Preisen.

Außerdem...

Auf die Programmliste für Krakau könnten noch die Salzwerke in naher Umgebung (Halbtagestouren) und natürlich den Besuch des Schindler-Museums, was ich leider nicht mehr geschafft hab. Drei Nächte sind manchmal verdammt kurz, wenn da noch An-und Abreise mit dabei sind.

Mein Fazit zu Krakau.

In Krakau hab mir besonders das jüdische Viertel gefallen, in dem ich mich gerne am Abend aufgehalten habe. Die Altstadt und das Schloss waren klasse, Auschwitz und Museen sind von historischer Wichtigkeit.
Hostels gibt es viele, Transportmöglichkeiten in der Stadt sind klasse und all zu teuer ist der Aufenthalt auch nicht.
Also empfehle ich Krakau wirklich jedem weiter, ob Backpacker oder nicht!

Dritter Stopp :

Zakopane.

Polens Süden

Transfer nach Zakopane.

Nun ging es von Krakau aus ganz in den Süden in die wunderschöne Hohe Tatra, was in meinen Polen Trip mal "etwas" Natur reinbrachte. "Etwas" ist völlig untertrieben.
Der Hauptort und Umschlagplatz für Reisende aller Art ist Zakopane.
Die Busfahrt (erneut mit dem grünen FlixBus) dauerte nur 2,5 h und kostete 5 Euro.
Deal!

Unterkunft in Zakopane.

Manchmal bin ich ein Glückskind und mache Schnäppchen "auf den letzten Drücker". So wie dieses mal. In Zakopane hatte ich nämlich das Glück, in der Villa u Jadzi für 20 Euro die Nacht übernachten zu dürfen.
Ich reise seit 6 Monaten und wenn mir so ein Glücksfall vor die Füße rollt dann schau ich gar nicht mehr auf meinem eigentlichen Lieblingsportal, hostelworld.de .

In einem Nebendorf, direkt an der Hohen Tatra und somit am Wald gelegen trennen dich nur 10 Minuten von einem der zisch Wanderwege.
Ich wurde herzlichst empfangen, hatte ein Traum von einem Holzzimmer mit Balkon. Super sauber und urige Atmosphäre. Frühstück war inklusive und sehr reichhaltig, alles da. Direkt vor der Villa befindet sich ein Supermarkt und eine Bushaltestelle.
Perfekt. Ich hatte eine wunderbare Zeit!
Villa u Jadzi

Sehen und erleben in Zakopane.

Wandern.

Aber hallo! Wir sind im Gebiet der hohen Tatra, oder wie die Polen und Slowaken sagen : Tatry.
Denn die Gebirgskette wird mit der Slowakei geteilt. Egal, wir befinden uns "noch" in Polen und gehen wandern.
Es gibt von Zakopane und auch von den Nachbarortschaften aus bestimmt 20 Wanderwege, die grün, rot oder schwarz gekennzeichnet sind. Wanderschuhe an und bergauf mit euch!

Über die wohl berühmteste Route und dem berühmtesten Ziel, das mich ganz aus dem Häuschen brachte, schreib ich euch jetzt was!

Der Morskie Oko!

Das Meerauge, der Morskie Oko ist ein Besuchermagnet und das völlig zu Recht. Ein Bergsee der absoluten Spitzenklasse. Ich hatte noch nie von ihm gehört bis ich in Krakau war. Und nun werde ich ihn nie mehr vergessen.

Meine Wanderung zum Bergsee.

Startete sehr früh nach einem deftigen Frühstück in der Villa u Jadzi. Erst musste ich in`s Zentrum Zakopanes, denn dort fahren die Minibusse rauf zum Eingang des Nationalparks Hohe Tatra.
(Natürlich kannst du auch von Zakopane aus hoch spazieren, Wege gibt es, du brauchst nur etwa 2 Tage.)
Ich bin aber für 3 Zloty erst nach Zakopane, und dann mit dem Minibus für 10 Zloty zum Sammelplatz gefahren. Machte mit Rückfahrt 6 Euro.

Die Fahrt zum Eingang des Nationalparks dauerte gut 30 - 40 Minuten und ging sehr steil bergauf.
Oben angekommen bezahlte ich nochmal 5 Zloty Eintritt in den Park.
Dann wanderte Ich durch wunderbares Waldgebiet auf festem Boden ca. 3 Stunden hinauf zum See. Alles ist gut ausgeschildert und hier geht man auch nicht alleine. Viele Wandergruppen (Schüler?) sind unterwegs. Insgesamt hatte ich es mir aber nach Erzählungen viel voller vorgestellt.
So überlaufen wie gedacht war es dann doch nicht. Am Weg sind auch einige Abkürzungen, in denen du die Serpentinen einfach geradeaus nach oben eben abkürzen kannst.
War eine schöne Strecke, ab und an fahren Kutschen an mir vorbei, die mich reichlich wenig interessieren. Viel Schneller sind die Pferde auch nicht gewesen, so Berg hoch mit 12 Menschen hinten auf.
Aber die Option gibt es also.
Wald, Wald, Wald und Berge, schon der Aufstieg war schön.
Polens Süden

Der Weg zum Meerauge

Nach 3 Stunden war ich also oben angekommen, am Morskie Oko. Frische Bergluft, ein glasklarer See, eine Berghütte, viel Getümmel und Nieselregen erwartete mich. Ich rastete eine Stunde an diesem schönen, wenn auch viel besuchtem Stück Naturschönheit bis ich weiterging.
Polens Süden

Morskie Oko, Meerauge

Denn hier war nicht Ende. Ich wollte weiter zum Czarny Staw, ein 2. See oberhalb des Meerauges, am Fuße des Gipfels Rysi.

Der Weg dorthin führt erst ebenerdig aber steinig halb um das Meerauge rum, bevor es dann sehr holprig und steil wird. Es nieselte noch immer etwas und das ganze wurde zur Rutschpartie. Das Gute an einem solchen Wetter ist ja immer, das die Menschenmassen verschwinden. Wobei auf diesem holprigen Weg auch so schon nicht mehr viele Touristen unterwegs waren.
Einige kamen erst gar nicht auf die Idee, das es da noch weitergehen könnte. andere kehrten wegen dem Regen um und nochmal andere blieben unten am Wasserlauf hängen.
Denn man muss ein paar Bäche überlaufen. Auf den Steinen balancieren war angesagt. Für mich ja kein Problem.
Der Weg nach oben zum 2. See dauerte gut 1,5 Stunden. Wobei es eben auch regnete. Der Aufstieg sollte nicht unterschätzt werden, sehr wackelig und anstrengend. Geübte werden mich jetzt sicher auslachen. ;-)
Polens Süden

Der Weg zum 2. See Czarny Staw

Angekommen am Czarny Staw, tat sich eine wahnsinns Aussicht über den Morskie Oko auf. Die Sonne kam wieder etwas raus und ich war megamäßig happy.
Dieser kleinere See ist fast noch klarer in einer herrlichen Kulisse. Und so gut wie keine Menschen hier. Auch hier rastete ich wieder eine Stunde. Habe mich auf Steine gesetzt und einfach nur genossen.

Auch auf den Berg Rysi hätte ich rauf können. Von hier aus war er mit 3,5 Stunden Wegzeit ausgeschildert. Zu lange leider, ich brauchte ja noch mal 3 Stunden für den Abstieg zum Bus. Schade.
Morskie Oko, Polens Süden

Blick über den Morskie Oko

Czarny Staw, Hohe Tatra

der kleinere Czarny Staw Bergsee

Da es nicht mehr regnete und es eben Berg runter doch etwas schneller geht, schaffte ich es bis zum Eingang des Nationalparks in 3,5 Stunden. Im Eilschritt. Und trotzdem war es schon Abend. Also wenn du wie ich, die beiden Seen etwas genießen willst, steh früh auf. Wenn du hoch zum Gipfel Rysi willst, planst du am besten eine Übernachtung mit ein. Auf dem Weg nach unten sah ich übrigens viele mit großem Gepäck und Taschenlampen hochgehen, ich nehme daher an : Zelten erlaubt. :-)

Mein Fazit zu Zakopane.

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, bin ich ganz begeistert von der Hohen Tatra und eben auch von Zakopane. Von Unterkunft, Szenerie bis hin zu dem wahnsinnig tollen Morkie Oko war alles perfekt.
Ich empfehle euch eindringlich diese Gegend zu bereisen, es lohnt sich definitiv.

Das Ende meines Trips durch Polens Süden.

Zakopane war für mich mein letzter Reisestopp in Polen und ich hätte es nicht besser abschließen können.
Von meinem ersten bis zum dritten Ziel wurde es immer besser. Nun bin ich aufgebrochen nach Budapest und erlebte dort eine wahnsinnig tolle Zeit.

Warum Budapest wohl zu meiner Lieblingsstadt wurde, verrate ich euch bald hier. auf davongelattert.de !

Ich freue mich über deine Erfahrung zum Thema!